Rollen sind eine Weise, Verantwortung zu verteilen. Während Stellen oder Positionen in ihren Zuständigkeiten oft festgelegt und in festen Hierarchien verankert sind, verflüssigen Rollen Verantwortung und setzen Zuständigkeiten frei. Sie orientieren sich dynamisch am „Sog“ der zu erledigenden Arbeit und weniger am Organigram.
Mithilfe von Rollen lassen sich Entscheidungen dezentral treffen, d. h. Verantwortung hat keine „Aufwärts- oder abwärtstendenz“, sondern verteilt sich flexibel gemäß erforderlicher Kompetenzen und der anliegenden Aufgaben. Diese Verteilung macht Aushandlungsprozesse notwendig, die neben einer guten Passung von Aufgabe und Fähigkeiten auch für mehr Sichtbarkeit sorgen. Diese Verteilungsprozesse müssen freilich so effizient aufgesetzt sein, dass sie den wiederkehrenden Aufwand rechtfertigen, der durch sie entsteht.
Zum verwandten Begriff „Ownership“ siehe hier.


In der Box gibt es Tools, um die eigene Führungsrolle zu gewichten, und viele Tools, die dabei helfen, Zuständigkeiten zu klären, z. B. das Empowerment-Board.
Agile Organisationsentwicklung
von Bernd Oestereich und Claudia Schröder. In diesem überhaupt sehr empfehlenswerten Buch geht es auch um die Rolle von Rollen in agil und insbesondere kollegial geführten Unternehmen.


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